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Lucia und der Sex ****

Julio Medems DIE LIEBENDEN DES POLARKREISES war schon eine gute aber schwer zu knackende Nuss. Bei LUCIA UND DER SEX ist es nicht anders, ausser dass sie diesmal noch besser schmeckt. Kiko de la Ricas rauschartige Bilderflut (voller unerwarteter Details), die dynamische Kameraführung und das Gesicht der Hauptdarstellerin Paz Vega (Lucia) lassen einen durchgehend fasziniert auf die Leinwand starren. Medems Drang zur komplexesten Drehbuchdichte voller Symbolik, Figuren, Traumbildern, Löchern die eigentlich Verbindungen darstellen kann man erstmals nicht verdauen. Doch immer wenn man knapp vorm aufgeben ist legt uns der raffinierte Mann ein riesengrosses AHA-Häppchen auf den Tisch und alles passt wieder ... irgendwie. Da kann sich Medems LUCIA durchaus mit Lynchs MULHOLLAND DRIVE messen.

Liebe zwischen Brutalität, Leidenschaft und ´La Luna´. LUCIA UND DER SEX (der Titel ist auch gleichzeitig eine sehr kleine Inhaltsangabe) ist für mich einer der schönsten und interessantesten Filme des Jahres und man könnte und müsste wahrscheinlich seitenlang darüber schreiben ...