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Hollow man (Paul Verhoeven) **
Paul Verhoevens neuer Film heißt also HOLLOW MAN. Ich liebe den niederländischen Regisseur. Viele hassen ihn. Verhoeven muß klar sein, daß er durch seine kompromißlose Erzählstruktur ("political correctness" ist nicht sein Ding) viele Skeptiker an Land gezogen hat, aber er kümmert sich nicht darum. Gut so. Seit seinem bissig-bösen Meisterwerk STARSHIP TROOPERS (sogar als science-fiction Film ein 1000mal effektiverer Antikriegsfilm als der verkrampfte SOLDAT JAMES RYAN) gibt es ohnehin keinen Grund diesen Holländer zu hassen. Aber auch die besten und interessantesten Regisseure liefern manchmal nur Durchschnitt ab. So ist es Vorhoeven jetzt passiert mit HOLLOW MAN. Der Stoff ist klassisch gut. Ein genialer Wissenschaftler (Kevin Bacon) erprobt an sich selbst ein Präparat, das völlig unsichtbar macht. Als Nebenwirkung wird man auch ein kleines bissl bös und aggressiv. Anfangs spielt Verhoeven geschickt mit der natürlichen Angst in uns allen, es könnte jemand in unserer Nähe sein, den wir nicht bemerken oder sehen. Es hätte ein spannendes Versteckspiel werden können. Leider aber gleitet Verhoeven zu schnell in Vergewaltigung und Mord ab und hetzt dem explosiven Ende so schnell entgegen, daß jeder gute Moment auf der Strecke bleibt. Was bleibt ist die Idee und die Effekte. Das ist zu wenig für einen wirklich guten Film. |